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Reinigen, Schleifen, Ölen – Die richtige Pflege für Ihr Saunaholz

Das Holz, das für die Inneneinrichtung von Saunas verwendet wird, ist in der Regel naturbelassen – und somit relativ empfindlich: Die unbehandelten Liegen, Rückenlehnen und Kopfstützen sind anfällig auf Verunreinigungen oder Verfärbungen. Damit das Holz lange schön bleibt, ist eine regelmässige Pflege unumgänglich. Dazu gehört einerseits die regelmässige Reinigung, aber auch das Abschleifen, Desinfizieren und Einölen des Saunaholzes.

Das Saunaholz reinigen

Je seltener gründliche Reinigungen notwendig sind, desto besser für das Holz. Achten Sie deshalb immer darauf, ein Handtuch beim Saunieren unterzulegen. Sollten doch einmal Schweisstropfen auf die Holzoberfläche gelangen und zu unschönen Flecken führen, können die Saunaliegen in einem ersten Schritt mit klarem Wasser abgespült werden. Bei groben Verschmutzungen, die sich mit Wasser allein nicht lösen lassen, kann zu speziellen Saunareinigern gegriffen werden. Achtung: Verwenden Sie auf keinen Fall gewöhnliche Hausputzmittel zur Reinigung Ihrer Saunabänke! Sie könnten das empfindliche Holz angreifen und zu dauerhaften Verfärbungen führen. Auch können in Hausreinigungsmitteln Stoffe enthalten sein, die in den hohen Temperaturen der Sauna reagieren und gesundheitsschädigend wirken können.

Hartnäckige Flecken abschleifen

Besonders hartnäckige Flecken, die sich weder mit Wasser noch mit Saunareiniger lösen lassen, können abgeschliffen werden. Verwenden Sie dabei möglichst feines Schleifpapier, welches für Holz geeignet ist. Achten Sie beim Schleifen darauf, nur in Richtung der Holzfasern zu schleifen. Für ein optimales Ergebnis lohnt es sich, das Holz nach dem Schleifen gründlich mit Wasser abzuspülen.

Das Holz desinfizieren

Durch die hohen Temperaturen um die 90 Grad Celsius werden Bakterien und sonstige Keime in der Regel abgetötet. Wenn Sie häufig bei niedrigeren Temperaturen saunieren, macht es Sinn, die Sauna gelegentlich auf 100 Grad aufzuheizen, um einer Keimbildung vorzubeugen. Als zusätzlicher Schutz kann das Holz in regelmässigen Abständen desinfiziert werden. Verwenden Sie dazu ausschliesslich für die Sauna vorgesehenes Desinfektionsmittel aus dem Fachhandel, das keine Schadstoffe enthält, die durch die Hitze in die Atemluft gelangen könnten.

Aufheller für nachgedunkeltes Holz

Die häufige Verwendung der Sauna kann dazu führen, dass das Holz mit der Zeit nachdunkelt. Gerade sehr helles Holz kann über die Jahre ein paar Töne dunkler werden. Hier bieten sich Saunableichmittel an. Sie werden auf das gereinigte Holz aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit mit Wasser abgespült. Bei stark nachgedunkeltem Holz kann der Vorgang auch wiederholt werden. Wichtig: Lassen Sie die Sauna nach der Behandlung zuerst vollständig austrocknen, bevor Sie sie erneut nutzen.

Die Sauna einölen

Um das Holz langlebiger zu machen, kann es mit Öl behandelt werden. Hier gehen die Meinungen allerdings auseinander: Während einige auf die Behandlung mit Öl schwören, sehen andere diesen zusätzlichen Pflegeschritt nicht als nötig an. Sicher ist: Schaden tut das Einölen dem Holz sicherlich nicht. Es ist also Ihnen überlassen, ob Sie das Holz unbehandelt lassen oder einölen wollen.

Warum Ölen?

Das Behandeln der Liegen mit Öl verlängert die Lebensdauer der Inneneinrichtung beträchtlich. Durch das Öl wird das Holz widerstandsfähiger, nutzt sich auch bei häufigem Gebrauch weniger schnell ab und bildet seltener Splitter. Während naturbelassenes Holz Feuchtigkeit oder Schmutz aufnimmt, bildet das Öl eine Schutzschicht gegen Schweiss und Bakterien. Insbesondere bei hellen Holzarten wie Espe oder Birke, bei denen auch leichte Verschmutzungen schnell sichtbar sind, wird deshalb das Einölen empfohlen.

Die Saunabänke ölen: So gehen Sie vor

Bevor Sie mit dem Ölen Ihrer Sauna beginnen, sollten Sie sie gründlich reinigen – am besten am Tag davor, damit die Kabine bis zur Behandlung vollständig austrocknen kann.

Heizen Sie die Sauna kurz vor dem Einölen auf etwa 40 Grad auf; leicht erwärmtes Holz kann das Öl besser aufnehmen als kaltes.

Sobald die Sauna warm ist, können Sie das Öl mit einem Pinsel oder Schwamm sorgfältig auf den Liegen verteilen. Auch die Unterseite der Bänke sowie Rückenlehnen und (falls vorhanden) Kopfstützen sollten behandelt werden.

Lassen Sie das Öl danach für etwa eine bis zwei Stunden einziehen. Sind noch Rückstände vorhanden, können Sie diese mit einem weichen Mikrofasertuch abwischen.

Geben Sie dem Holz ein bis zwei Tage Zeit, das Öl ganz aufzunehmen. Dann ist die Sauna wieder bereit für den nächsten Saunagang.

Welches Öl eignet sich?

Verwenden Sie zur Behandlung des Saunaholzes am besten Paraffinöl; dabei handelt es sich um ein geruch- und farbloses Öl, welches in der Regel auch keine Allergien auslöst. Allerdings kann das Öl die Optik des Holzes etwas verändern – testen Sie zur Sicherheit auf einer kleinen, nicht sichtbaren Fläche (beispielsweise an der Unterseite der Bänke), ob Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind und das Öl wirklich verwenden möchten.





Quellen:

  • Sauna-Holz – Pflege, Behandlung und Desinfektion.

  • Weltdersauna.com: Das Einölen der Saunabänke.



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